Architekt
Dr. Owen Geiger

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Warum sollte man
grundsätzlich mit
Erdsäcken bauen.

Earthbag Häuser gewinnen aufgrund ihrer vielen Vorteile zusehend an Popularität. Sowohl Hausbesitzer als auch mittlerweile professionelle Bauherren haben diese einzigartige, natürliche und bewährte Bauweise für sich wieder entdeckt und Heime, Kliniken, Schulen, Waisenhäuser, Geschäfte und andere Gebäude auf diese Weise gebaut.

Gebäude aus Erdsäcken gewinnen deshalb so schnell an Popularität, weil die Menschen ihre vielen Vorteile erkennen. Es ist eine der einfachsten und günstigsten Bautechniken auf der Welt. Es werden nur wenige Werkzeuge benötigt und so gut wie keine speziellen Fähigkeiten vorausgesetzt. Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass Säcke mit Erde oder Schotter gefüllt werden, die man dann feststampft. Also was könnte einfacher sein?

Erdsackgebäude sind sicher, ruhig, ungiftig, sicher gegen Schadnager, und natürlich feuer- und wasserresistent, ebenso halten sie Hurrikans stand. Diese Hausstrukturen können in allen klimatischen Verhältnissen gebaut werden, man muss nur das Füllmaterial in den Säcken verändern: Erde oder Schotter in heißem Klima, Isoliermaterial, wie etwa Vulkangestein oder Vermiculit/Wurmstein in kaltem oder heißem Klima. Die Erdsäcke sind sehr anpassungsfähig und somit kann man mit ihnen fast jeglichen Stil oder jegliche Form von Gebäuden bauen, die man sich vorstellen kann: Kuppeln, Gewölbe, Gebäude mit vertikalen Mauern, gebogenen "natürlichen" Designs, Rundhäuser, egal welche Form, was immer man will! Weiters kann man auch Übertöpfe, Bänke, Blickschutzwände und Stützmauern bauen, um nur einige Möglichkeiten zu nennen.

Da die Polypropylen Säcke dafür designed wurden, um im Hochwasserschutz eingesetzt zu werden, kann Feuchtigkeit ihnen nichts anhaben. Man kann mit ihnen unter Tage bauen, Schutzbauten zum Beispiel, wie etwa Sturmkeller (zum Schutz vor Hurrikans) oder Reifekeller. Gebäude, die nach der Erdsackmethode gebaut werden, sind nachhaltig, da sie grundsätzlich mit Erde oder anderen natürlichen Stoffen gefüllt werden, die vor Ort oder aus der unmittelbaren Umgebung der Baustelle kommen. Um Kuppeln aus Erdsäcken zu bauen braucht man keinerlei Holz und somit muss auch kein Baum dafür gefällt werden. Teure Fundamente aus Beton sind nicht notwendig, wenn man das Fundament aus Säcken baut, die mit Schotter gefüllt sind.

Die Liste mit den Vorteilen lässt sich noch beliebig erweitern.

Die Earthbag
Bauweise

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So einfach, kostengünstig
und doch so sicher, stabil
und nachhaltig.

Earthbag Häuser auf Basis der Superadobe Bauweise sind die Evolution von traditionellen Lehmziegelhäusern.

Dabei wird feuchte Erde vom Standort, optional mit stabilisierenden Materialien wie Zement oder Kalk gemischt, und in Gewebesäcke oder -schläuche gefüllt. Im Anschluss werden diese Schläuche Schlauch für Schlauch fest gestampft. Diese werden in der Folge übereinander gestapelt und zwischen den Lagen wird Stacheldraht verlegt. Der Stacheldraht dient als statisches Element, welches den sogenannten Zugwiederstand vergrößert.

Die Schläuche oder Säcke selbst bilden eine Art Schalung, welche in der Wand bleibt und ihr zusätzliche Stabilität verleiht. Die Feuchtigkeit der Erde entweicht durch das Gewebe der Schläuche/Säcke, welches die Erde zusammen hält bis sie getrocknet und hart wird. Die Wände können dann verputzt werden.

 

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Begründer
Nader Khalili

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Ein Mann der mit
seiner Earthbag Bauweise
die Bauwelt revolutionierte.

„Superadobe ist eine Bauweise, die sich von der Vergangenheit bis in das neue Jahrhundert erstreckt. Sie ist wie eine Nabelschnur, welche die Tradition mit der zukünftigen Adobe Welt verbindet.“ - Nader Khalili

Nader Khalili (geb. 22. Februar 1936 in Teheran) war Architekt und Autor. Er gilt als Pionier auf dem Gebiet der Selbstbausysteme in der Dritten Welt. Seine Weltsicht ist vom mystischen Dichter Dschalal ad-Din ar-Rumi geleitet.

Müde, konventionelle Wohnhochhäuser und Parkhäuser zu errichten, beschäftigte er sich seit 1975 mit kleinen Wohnbauten aus Erde. Hierfür unternimmt er eine Reise mit dem Motorrad durch den ländlichen Iran, wo er die nächsten fünf Jahre bleibt.

 

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